Wer kümmert sich um Seelsorge für Muslime ?

Da in modernen Gesellschaftsstrukturen Familie, Großfamilie und Gesellschaft nicht mehr alleinige Träger einer ganzheitlichen Seelsorge sind, müssen wir uns nun Gedanken darüber machen, wie eine institutionalisierte Islamische Seelsorge als Ergänzung zur familiären und gesellschaftlichen Seelsorge aussehen kann.

Der Imam ist und bleibt der wichtigste Ansprechpartner für die Seelsorge seiner Gemeindemitglieder und aller Moscheebesucher.
Seine Seelsorge ist aber nicht mit dem Aufgabenbereich eines christlichen Pfarrers vergleichbar, der vielfältige direkte und indirekte Aufgaben für Religion und Seelsorge übernimmt.
Der Imam kümmert sich um die täglichen Gebete, die Freitagspredigt vor der Gemeinde, die religiöse Unterweisung von Kindern und Jugendlichen, den Unterricht des Arabischen als Sprache des Korans und um dessen klangvolle Rezitation.

Der Koran und das Gebet haben im Islam eine besonders hohe Bedeutung. Deshalb muss sich der Imam auf diese Kernaufgaben konzentrieren.
Im Koran und im Gebet kann und soll der Muslim seinen Trost und Seelenfrieden finden. Im Koran gibt es eine Vielzahl praktischer Lebensregeln und Anregungen, die – wenn man sie auch umsetzt – Probleme verhindern und lösen helfen.

Deshalb soll und darf die Aufgabenbereich eines Imams nicht beliebig ausgeweitet und überfrachtet werden.

Die Haupt-Träger Islamischer Seelsorge – der Imam, die Gemeinschaft und die Familie müssen durch Menschen unterstützt werden, die sich für Islamische Seelsorge eignen und dafür qualifiziert sind oder qualifiziert wurden.
Diese Menschen müssen ausgebildet sein oder ausgebildet werden.
Wenn sie bereits ausgebildet sind, benötigen sie darüber hinaus Fortbildung, Weiterbildung und Supervision.

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